20) Was passiert nach der Begutachtung meiner Immobilie?

Die Begutachtung Ihrer Immobilie stellt den bedeutendsten Schritt in der Vorbereitung Ihrer ersten Zwangsversteigerungstermins dar. Anhand des Verkehrswertes bemessen sich die Höhe des zehnprozentigen Bieterschecks und der Beschwerdewert Ihres Verfahrens. Direkt nach der Begutachtung geschieht erst einmal wenig. Ein Sachverständiger benötigt in der Regel zwischen 4 und 6 Wochen bis er das Gutachten auf Papier gebracht hat. Danach wird es Ihnen durch das Gericht zur Verfügung gestellt. Dies geschieht entweder durch direkte Zusendung des Dokuments oder über einen brieflichen Hinweis, dass das Dokument im Amtsgericht Mehr lesen... →

19) Darf ein Sachverständiger Fotos vom Haus machen?

Im Rahmen der Bewertung Ihrer Immobilie darf der Sachverständige Fotoaufnahmen von Ihrem Grundstück machen. Selbst, wenn Sie ihm den Zutritt in Ihr Gebäude oder gar auf das Grundstück verbieten, ist er nicht daran gehindert eine Aufnahme von der anderen Straßenseite aus zu machen. Letztendlich schmälert eine ungenügende Fotodokumentation den Erfolg in der Zwangsversteigerung, da man als Bietinteressent nur ungern die Katze im Sack kauft. Man kann Sie auch nicht dazu zwingen, dem Gutachter Aufnahmen von den Innenräumen zu ermöglichen. Ob Sie ihn reinlassen oder nicht, Mehr lesen... →

18) Kann ein Zwangsverwalter einen Mietvertrag abschließen?

Wenn einer Ihrer Gläubiger die Zwangsverwaltung beantragt hat, verfolgt er das Ziel aus den Mieterträgen Ihrer Immobilie die offene Schuld zu begleichen. Ein Zwangsverwalter ist demnach befugt Ihre Immobilie zu vermieten. Selbstverständlich nur den Teil des Gebäudes, der von Ihnen nicht bewohnt wird. Darüber hinaus ist für Sie auch folgende Information wichtig: Sie müssen für Ihre eigenen Lebensräume keine Miete bezahlen. Auch keine Nutzungsentschädigung! Für Ihre Mieter ist der Zwangsverwalter der erste Ansprechpartner, wenn es um Mietersorgen wie Schäden geht. Das bedeutet auch, dass der Mehr lesen... →

17) Welche Bank hilft in der Zwangsversteigerung?

Ich möchte diese Frage dazu nutzen, ein generelles Problem der Bank, die Ihnen helfen soll, zu erklären und sogleich etwas „Systemkritik“ üben. Diese Erläuterung habe ich im Ansatz bereits in meinem Artikel Irrtümer über Familien in der Zwangsversteigerung beschrieben. In der Zeitung und vielen Internetblogs ist man der festen Überzeugung, dass sich Banken ihr Geld per Knopfdruck schaffen können. Häufig wird jedoch ein wichtiger Faktor nicht berücksichtigt: die Eigenkapitalunterlegung von Kreditengagements zur Risikoabsicherung. Das bedeutet, dass nach der Solvabilitätsverordnung jedes Darlehen mit einem bestimmten Prozentsatz Mehr lesen... →

16) Wann kommt es im Zwangsversteigerungsverfahren zu einem 3. Termin?

16) Wann kommt es im Zwangsversteigerungsverfahren zu einem 3. Termin?   Ein dritter Termin ist eher bei baufälligen Immobilien außerhalb von Städten und deren Umland üblich. Dort benötigt es etwas mehr Zeit bis sich ein Käufer findet. So ist es häufig so, dass der erste Termin ergebnislos verstreicht und das Verfahren vom Gericht nach §77 ZVG eingestellt wird. Der folgende Termin wird vor Ende der Bietzeit von dem bestrangig betreibenden Gläubiger nach §30 ZVG eingestellt. Doch auch als Immobilienbesitzer in begehrten Lagen ist es möglich Mehr lesen... →

15) Was bedeutet „ Beschlagnahme bleibt bestehen“?

Diese Nachricht erhalten Sie, wenn Ihr Zwangsversteigerungsverfahren einstweilig eingestellt wurde. Sei es vor oder nach einem Versteigerungstermin. Die Beschlagnahme Ihrer Immobilie und der Zubehörteile wird durch diese Einstellung nicht aufgehoben. Um dies zu verdeutlichten erhalten Sie diesen gerichtlichen Hinweis. Eine Beschlagnahme ist erst am Ende eines Versteigerungsverfahrens aufzuheben. Eine Beschlagnahme wird vollzogen, damit das Grundstück und alle mitbeschlagnahmten Gegenstände eine Art Sondervermögen darstellt. Dieses Sondervermögen wird gebildet, damit Ihre Gläubiger vor einer unerlaubten Verfügung Ihrerseits, wie Zerstörung, Verkauf, Diebstahl oder Beschädigung, geschützt ist. Was bedeutet Mehr lesen... →

14) Bekomme ich einen Schufa-Eintrag wenn mein Haus zwangsversteigert wird?

Nein, wobei die Antwort eher „nicht unbedingt“ lauten sollte. Eine Zwangsversteigerung hat als gerichtliches Verfahren keinerlei Anspruchsvoraussetzung um in Ihrer Schufa eingetragen werden zu können. In der Schufa stehen selbstverständlich alle Kreditverhältnisse niedergeschrieben, aber zwischen dem Gericht und Ihnen besteht kein Schuldverhältnis. Wie ich in dieser Sammlung bereits geschrieben habe, ist es nicht unüblich trotz einer laufenden Zwangsversteigerung eine gute Schufa zu haben. Es soll nämlich noch Banken in unserem Land geben die mitdenken: einen Schuldner mit schlechter Bonität bekommt man nie los. Daher sehen Mehr lesen... →