34) Wie lange dauert es ein Immobiliengutachten zu erstellen?

Vor Gericht ist ein Gutachten erst angenommen, wenn mit dessen Hilfe ein rechtskräftiger Verkehrswert beschlossen wurde. In diesem wichtigen Verfahrensschritt können Sie die meiste Zeit im gesamten Versteigerungsverfahren gewinnen, wenn Sie richtig handeln und ein wenig Unterstützung haben. Bis es angenommen ist, durchläuft ein Gutachten in der Erstellung verschiedene Phasen. Zunächst ergeht ein sogenannter Beweisbeschluss des Gerichts indem der Sachverständige namentlich ausgewählt und berufen wird. Darin finden Sie auch den Umfang seines zukünftigen Auftrages. Zwei bis drei Wochen später haben Sie bereits Post vom Gutachter Mehr lesen... →

33) Welche Rechte hat der Immobilieneigentümer während der Zwangsverwaltung?

Sobald der Gläubiger die Zwangsverwaltung Ihres Grundstücks anordnet, übernimmt ein gerichtlich bestellter Verwalter die Bewirtschaftung Ihrer Immobilie. Diesen Verwalter können Sie sich als Ihren Vermieter vorstellen. Das ist er im Falle eines Mehrfamilienobjektes tatsächlich. Denn falls Sie Mieter in Ihrem Objekt haben, ist ab sofort der Zwangsverwalter derjenige, welcher sich deren Problemen annehmen muss. Dafür zieht er aber auch die Mieten ein. Falls Sie also einen Teil Ihres Lebensunterhalts aus den Mieten bestritten haben, haben Sie ab sofort ein Problem. Ihre Gläubiger wollen über den Mehr lesen... →

32) Wo muss man einen Vollstreckungsschutz beantragen?

Der Antrag auf Vollstreckungsschutz muss bei dem zuständigen Amtsgericht eingereicht werden. Hierfür gibt es im §765a ZPO ein eigenes Mittel, um jederzeit in einem laufenden Zwangsversteigerungsverfahren einen Vollstreckungsschutz beantragen zu können. Das bedeutet, dass Sie sowohl am Anfang des Verfahrens, als auch nach einem Versteigerungstermin diesen Schutz beantragen können. Während dieser Antrag am Anfang des Verfahrens häufig vom Gericht als ein Antrag nach §30a ZVG interpretiert wird, ist der Antrag am Ende des Verfahrens das letzte Mittel, um die Versteigerung zu stoppen. Der Vollstreckungsschutzantrag nach Mehr lesen... →

31) Wie erfahre ich ob das Haus zwangsversteigert wurde?

Ob Sie Ihre Immobilie verloren haben, können Sie noch am Tag der Versteigerung telefonisch beim Amtsgericht erfragen. Doch auch wenn Sie nicht anrufen, erfahren Sie den Ausgang des Termins innerhalb weniger Tage. Der Zuschlagsbeschluss, also der Nachweis darüber, dass ein Bieter die Versteigerung als Meistbietender beendet und die Zusage Ihrer Gläubiger hat, wird Ihnen in einem gelben Brief zugestellt. Der gelbe Brief muss aber nicht unbedingt beinhalten, dass das Haus verloren ist, auch ein ergebnisloser Termin wird Ihnen auf diesem Wege mitgeteilt. Nach Erhalt des Mehr lesen... →

30) Kann mein Gehalt vor der Zwangsversteigerung gepfändet werden?

Ja! Häufig ist sogar eine Gehaltspfändung der Anlass dafür, dass Sie Ihre Raten nicht mehr vollständig leisten können und somit Ihre Bank irgendwann die Zwangsversteigerung veranlassen muss. Doch mit dieser Frage beziehen Sie sich vermutlich auf eine Gehaltspfändung durch eine Bank, die Sie im Anschluss daran sogar noch versteigern lassen will. Dies geschieht, wenn mit der Unterschrift unter die Baufinanzierung auch einer Abtretung des Gehalts zugestimmt wurde. In diesen Fällen wird Ihr Gehalt genau genommen nicht gepfändet, sondern die ursprünglich unterzeichnete Gehaltsabtretung wird von der Mehr lesen... →

29) Was sind die Folgen der Aufhebung eines Zwangsversteigerungstermins?

Sobald im Gerichtsschaukasten und im Internet bei den einschlägigen Versteigerungsportalen der Satz „Der Termin wurde aufgehoben“ erscheint, bedeutet das in aller Regel Freude in den Gesichtern der Betroffenen und Zornesröte in den Gesichtern der Gläubiger. Das Gericht hebt einen Zwangsversteigerungstermin in folgenden Fällen auf: a) bei einstweiliger Einstellung des Verfahrens nach §30 ZVG. b) bei einstweiliger Einstellung des Verfahrens nach §765a ZPO. c) bei einem vom Gericht erkannten Formfehler im Prozessablauf. d) bei vollständiger Einstellung des Verfahrens nach §75 ZVG. Bei allen genannten Punkten ist Mehr lesen... →

28) Hebt der Verkauf der Immobilie die Zwangsversteigerung auf?

Die Aufhebung der Zwangsversteigerung ist eine logische Schlussfolgerung der Tatsache, dass Sie Ihre Immobilie rechtzeitig vor einem Termin veräußert haben. Dabei sind Ihre Gläubiger in der Handlungspflicht. Ihre Gläubiger müssen dem Gericht die Aufhebung des Zwangsversteigerungsverfahrens auftragen. Dazu sind die Gläubiger, bei Einigkeit, jederzeit in der Lage. Daraufhin wird vom Gericht die letzte Abrechnung der Gerichtskosten erstellt und den Gläubigern zugestellt. Da die Gläubiger das Geld von Ihnen wiederhaben wollen, liegt es im eigenen Interesse, dass die Zwangsversteigerung aufgehoben wird. Letztendlich wird allerdings auch der Mehr lesen... →