28 brennende Fragen zur Zangsversteigerung

Inhaltsverzeichnis:

  1. Fragwürdige Post im Briefkasten
  2. Die entscheidende Frage in der Zwangsversteigerung: Klappt eine neue Finanzierung?
  3. Eine Frage der Sicht: Abwicklungsstrategien der Banken
  4. Unseriöse Hilfsangebote
  5. Fragen kostet nichts: Staatlicher Zuschuss bei Zwangsversteigerungen
  6. Eine Frage des Preises: die vorübergehende Einstellung des Zwangsversteigerungsverfahrens
  7. Es kommt anders als man denkt
  8. Verschiebetaktiken in laufenden Zwangsversteigerungsverfahren
  9. Fragen nach dauerhaften Lösungsmöglichkeiten
  10. Was hinter diesem Artikel steht

Es sind immer die gleichen Fragen, die einem durch den Kopf gehen, wenn das eigene Haus auf dem Spiel steht. Von morgens bis abends drehen sich die Gedanken nur um das eigene Schicksal und die Ungerechtigkeiten, die einem in der langen, ungewissen Wartezeit bis zum Versteigerungstermin widerfahren.

Jedes Telefonat mit einem Gläubiger wird zur Qual. Jedes klärende Gespräch und jede Bitte um einen Zeitaufschub lässt das Herz rasen. Das weckt Erinnerungen an den Prüfungsstress vergangener Tage. Nur schwerlich erhebt man sich morgens aus dem Bett. Der Gedanke daran, im Grunde nichts tun zu können, lähmt. Man fühlt sich energielos und die Lebensfreude wird mit jedem Tag weiter gedämpft.

 

Fragwürdige Post im Briefkasten

Der Gang zum Briefkasten wird mit jedem weiteren Tag immer nervenaufreibender. Täglich kann der entscheidende Brief darin liegen und den Tag des Versteigerungstermins verkünden. Den Tag der endgültigen Niederlage.

Doch es finden sich viele Briefe, die positives verkünden. Gleich mehrfach sind klare, präzise Versprechen darin enthalten: Wir können Sie vor der Zwangsversteigerung retten!

Aber die Angst vor weiteren Fehltritten ist so groß, dass jedes Angebot zur Hilfe misstrauisch gesehen wird. Doch je mehr Zeit vergeht, umso größer ist die innere Verzweiflung, die panische Angst. Also greift man doch zum Telefonhörer und kontaktiert die Ansprechpartner aus der Post. Gespräche werden geführt, Wege werden aufgezeigt und eine sorgenfreie Zukunft versprochen.

Trotz der Rettung, die einem versprochen wird, liegt man abends im Bett und hat eine schlaflose Nacht.

  • Wem kann ich vertrauen?
  • Kann der Versteigerungstermin wirklich aufgehoben werden?
  • Ist es wirklich so einfach wie es mir versprochen wurde?

 

Die entscheidende Frage in der Zwangsversteigerung: Klappt eine neue Finanzierung?

Eines Morgens steht man auf und fasst einen klaren Gedanken: „Ich rede noch mal mit einigen Banken.“ Man kennt schließlich den einen oder anderen Banker. Und obwohl die eigene Hausbank nach 20 Jahren die Kreditkündigung ausgesprochen hat, muss ja nicht jede Bank so rücksichtslos sein. Schließlich sind die Zinsen niedrig und der alte Kredit war sowieso zu teuer. Ganz klar, ein Kredit zu niedrigeren Konditionen ist die Lösung.

Doch kurze Zeit später muss man einsehen: Ein Darlehen mit einem Zwangsversteigerungsvermerk im Grundbuch zu erhalten, ist unmöglich.Der Stresspegel im Kopf erreicht einen neuen Höhepunkt. Das Gefühl der Machtlosigkeit nimmt Überhand. Panisch erinnert man sich an die Gespräche mit den Rechtsanwälten und den Beratern.

  • Ist der Termin vielleicht doch aufhaltbar?
  • Kann ich die anderen Mitbieter vom Ersteigern abhalten?
  • Kann ich irgendwie in meinem Haus wohnen bleiben, bis ich wieder eine Finanzierung bekomme?
  • Habe ich überhaupt die Voraussetzungen um das Ruder noch herumzureißen?
  • Und wenn dem nicht so ist, habe ich noch genug Zeit um die Voraussetzungen zu erbringen?

Eine Frage der Sicht: Abwicklungsstrategien der Banken

Zwischenzeitlich reagiert die Hausbank. Statt neuer Drohgebärden erklingen freundlichere Töne und man wird zu einem klärenden Gespräch gebeten. Man wolle sich an einen Tisch setzen und noch einmal vernünftig miteinander reden. Hoffnung wird geweckt. Voller Vorfreude betritt man die Bank. Der Leidensweg, die lange Zeit in Ungewissheit, scheint in Kürze beendet.

Und doch verläuft das Gespräch nicht in die Richtung, die man sich erhofft hat. Die Hausbank spricht nicht über ein neues Kreditangebot. Es sei für alle Seiten die beste Lösung, wenn man das Haus vor einem Versteigerungstermin verkaufen könne. Man erhält einen höheren Preis und über die eventuell verbleibende Restschuld könne man anschließend verhandeln. Der freundliche Berater beteuert, dass man nur das Beste wolle. „Man muss ja nicht im Streit auseinander gehen.“

Niedergeschlagen verlässt man die Bank und tritt, in Gedanken versunken, den Heimweg an.

  • Ist es wirklich das Beste, wenn ich das Haus vorab verkaufe?
  • Muss ich den Makler in mein Haus lassen?
  • Kann ich wirklich einen besseren Preis erzielen?

Verärgert und enttäuscht nimmt man sich vor eigene Recherchen anzustellen, um Antworten auf die Fragen zu finden.

Unseriöse Hilfsangebote

Die Suche im Internet bringt noch mehr Hilfsangebote zum Vorschein als die tägliche Post im Briefkasten. Statt Antworten tun sich nun noch mehr Fragen auf.

Es werden Kredite ohne Schufa-Prüfung versprochen. Bis zu 300.000,00 € sollen auf diesem Weg beantragt werden können. Ganz einfach und bequem am Computer. Es werden nur wenige Unterlagen benötigt, viel weniger als Berater und Rechtsanwälte sehen wollten. Entscheidet man sich dafür, wird man innerhalb kürzester Zeit kontaktiert und es wird bestätigt, dass man ein Darlehen erhalten könne.

Obwohl das gute Nachrichten sind, bleibt man misstrauisch.

  • Wieso wird eine Bearbeitungsgebühr verlangt und wieso wird diese nicht vom ausgezahlten Darlehen einbehalten?
  • Warum bekomme ich das Darlehen zu traumhaft günstigen Zinsen, wo doch Kredite ohne Schufa meist recht teuer im Zins sind?
  • Wieso machen das nur ausländische Banken?

Die Zahlung der Bearbeitungsgebühr ist nun mehrere Wochen her und von der Auszahlung des Darlehens kann keine Rede sein. Es ist einfach nichts geschehen und man erkennt, dass man sein Geld nicht mehr wieder sieht. Das Gefühl der Machtlosigkeit kehrt zurück. Zorn, Wut, Enttäuschung.

Fragen kostet nichts: Staatlicher Zuschuss bei Zwangsversteigerungen

Die Zeit wird knapp und man nimmt sich nun vor die eigenen Bemühungen zu verdoppeln. Es muss doch einen Weg geben, ohne weiteres Geld aufs Spiel zu setzen. Ein Berater sprach davon, dass der Staat finanziell angeschlagenen Familien mit einem Zuschuss unterstützt.

Es klingt beinahe zu schön um wahr zu sein. Doch tatsächlich, ein Zuschuss vom Staat ist möglich. Es sind viele Formulare auszufüllen und viele Angaben zu machen, doch es geht!

Der erhoffte Zuschuss vom Staat wurde bewilligt. Ab sofort erhält man eine stattliche Summe monatlich auf das Konto, um die finanzielle Situation zu stärken.

Nun gilt es einen umfassenden Plan zur Beendigung der Zwangsversteigerung entwickeln. Denn man weiß eben nicht, wann das Gericht den Versteigerungstermin festsetzt.

Eine Frage des Preises: die vorübergehende Einstellung des Zwangsversteigerungsverfahrens

Es steht nun, wieder einmal, der Gang zur Hausbank an. Der Bankberater, der vor einigen Wochen mit einem freundlichen Lächeln den Immobilienmakler angedient hat, ist mittlerweile nicht mehr so freundlich. Kühl und distanziert lauscht er den Worten und blickt in den Bewilligungsbescheid für den staatlichen Zuschuss.

Der Banker bittet um Geduld und verschwindet mit sämtlichen Unterlagen in das stille Kämmerlein, wo sich derjenige aufhält, der die folgende wichtige Entscheidung fällen darf: die einstweilige Einstellung des Versteigerungstermins.
Und tatsächlich, die Bank stimmt einer Einstellung des Verfahrens zu. Eine Bedingung gibt es aber: das Verfahren wird nur für 6 Monate eingestellt und dann solle man sich wieder treffen, um neue Bedingungen zu verhandeln.Das Geld vom Staat ist gewährt, die Bank hat das erste Mal Ja statt Nein gesagt – alles müsste perfekt sein. Und doch drängen sich Fragen auf:

  • Wieso stellt die Bank nur für 6 Monate ein, obwohl das Geld vom Staat länger gewährt wird?
  • Was geschieht nach den 6 Monaten?
  • Wie oft kann die Bank denn eigentlich das Verfahren einstellen?
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Es kommt anders als man denkt

Alles könnte so schön sein, wenn da nicht die anderen Gläubiger wären. So wurde kurz nach der Bewilligung des staatlichen Zuschusses das Konto gepfändet. Das Geld fließt nun an jemand anderen als die Hausbank.

Es folgt ein mahnender Brief der Hausbank in dem man die Fortsetzung des Zwangsversteigerungs-verfahrens androht, wenn die nun nicht gezahlte Rate nicht in 14 Tagen einbezahlt werde.

Hoffnungsvoll greift man zum Telefonhörer und wählt die Nummer der Hausbank. Schließlich können die das Dilemma bestens nachvollziehen, sind sie doch für die Kontopfändung verantwortlich. Doch der Banker hat für die neue, zugespitzte Situation kein Verständnis. Er beteuert, dass er nichts tun könnte und die Fortsetzung beantragen wird, wenn kein Geld fließt.

Wütend beendet man das Telefonat. Voller Zorn registriert man den gelben Umschlag, der wenige Tage später im Briefkasten liegt: Der Fortsetzungsbeschluss des Amtsgerichts.

Das Verfahren läuft also weiter. Man hat so viele Mühen auf sich genommen, Gespräche geführt, Formulare ausgefüllt, gehofft und gebangt. Alles umsonst?

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  • Ihre aktuelle Situation:*Wo stehen Sie jetzt?
    Mein Kredit wurde gekündigt
    Meine Versteigerung ist nun angeordnet
    Der Gutachter wurde vom Gericht bestimmt
    Der Gutachter war bereits da
    Mein Versteigerungs-termin ist jetzt bald
    Mein erster Termin ist vorüber
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Verschiebetaktiken in laufenden Zwangsversteigerungsverfahren

Doch noch gibt man nicht auf.
Aus den Gesprächen mit den Beratern weiß man bereits, dass der Sachverständige zunächst das Haus begutachten muss. Erst wenn das Gutachten einen Verkehrswert ermittelt, auf den sich das Gericht berufen kann, sind die Voraussetzungen für einen Termin geschaffen.
Ebenso weiß man, dass durch die richtige Vorgehensweise bei der Erstellung des gerichtlichen Gutachtens bis zu einem Jahr Zeit gewonnen werden kann. Fieberhaft versucht man sich an die vielen Fachbegriffe zu erinnern:

  • Was war nochmal ein Befangenheitsantrag?
  • Zu welchem Zeitpunkt kann ein Sachverständiger abgelehnt werden?
  • Wie war eine sofortige Beschwerde gegen das Gutachten zu richten?
  • Wieso ist zu erwarten, dass der Sachwert meines Hauses gesunken ist?

Man wendet sich voller Tatendrang an die früheren Berater. Man bekommt noch weitere Möglichkeiten aufgezeigt, wie eine Zwangsversteigerung eingestellt werden kann. Auch für den Fall, dass sich ein Versteigerungstermin nicht mehr einstellen ließe. Es gäbe gute Gründe, weshalb das Gericht einen eventuell erteilten Zuschlag aufheben müsse und man sein Haus behalten könne.

Man fühlt sich von einer neuen Energie erfüllt. Die Zuversicht steigt und der Gedanke daran, dass man seiner Hausbank gehörig die Laune vermiesen wird, lässt ein Grinsen im Gesicht erscheinen.

Die Hilfe der Berater zeigt Wirkung. Zwei Versteigerungstermine später wohnt man immer noch im eignen Haus. Und doch ist man unzufrieden. Die Angst wächst, denn wie lange kann es noch auf diese Art und Weise weitergehen?

Und tatsächlich gehen den Beratern langsam die Möglichkeiten aus, um die Zwangsversteigerung entscheidend zu beeinflussen.

Und wieder beginnt die rege Gedankenflut. Es wird einem bewusst, dass die ganze Hinhaltetaktik zwar Zeit gebracht, aber die Zwangsversteigerung nicht endgültig beendet hat.

Fragen nach dauerhaften Lösungsmöglichkeiten

Einige der Fragen, die sich nun auftun, sollten in ihrer Antwort die Lösung der ganzen Zwangsversteigerung beinhalten:

  • Lässt sich ein Verwandter oder ein Freund finden, der mein Haus kaufen würde?
  • Würden die Helfer akzeptieren, dass ich weiterhin im Haus wohne und Miete zahle?
  • Gibt es vielleicht andere Menschen, die mein Haus kaufen und an mich zurückvermieten würden?
  • Bekomme ich mein Haus auch wieder?

 

Was hinter diesem Artikel steht

So oder ähnlich ergeht es vielen Menschen die sich bereits durch den kräftezehrenden Prozess einer Zwangsversteigerung kämpfen.

Viele Fragen treten in kurzer Zeit auf und guter Rat ist im wahrsten Sinne teuer. Rechtsanwälte haben ihren Preis. Freie Berater ebenso. Auf Aussagen von Freunden und Verwandten kann im Grunde kein Verlass sein, denn nur wer selbst einmal in solch einer Situation war, kann eine Meinung vertreten, die aus Erfahrung spricht.

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